Gedichte

Gedichte von Frau Else Gorenflo
anläßlich des 50. Weihejubiläums der Kirche St. Elisabeth

Zum 50. Jahrestag des Weihefestes der kath. Kirche Sankt Elisabethin Stutensee-Friedrichstal am Sonntag, dem 5. August 2012

von Else Gorenflo

 

Wo Glaube wieder Heimat findet

wächst Zuversicht, kehrt Freude ein.

Verlorenes erwacht, verbindet

das Neue!, legt den ersten Stein.

Vor 50 Jahren so geschehen

mit Gottes Hilfe, Mut und Kraft.

Durch Einsatz, Opfer und Verstehen

Gemeinsamkeit, die wagt und schafft.

Hier in der Fremde Wurzeln fassen

nach Krieg und Not, nach Angst und Pein.

Die Heimat jäh zurückgelassen,

das nackte Leben noch allein.

Durch Pfarrer Gerl, der unermüdlich

die Glaubensschäflein um sich schart',

gab's diesen Neubeginn und schließlich

das Gotteshaus besondrer Art.

Der Opferwille sprach einst Bände.

Mit jedem Scherflein wuchs und wuchs,

vereint durch viele fleißige Hände,

das große Ganze dann recht flugs.

Was Konfessionen anfangs trennte,

was fremd war erst und unbekannt,

gelang in diesen fünf Jahrzehnten

nun brüderlich und Hand in Hand.

Gott schenke seinen reichen Segen,

der für die Zukunft feste steht,

sei Halt und Hort auf allen Wegen

der Gemeinde Sankt Elisabeth

 

Mundartgedicht zum 50. Jahrestag des Weihefestes der kath. Kirche Sankt Elisabeth in Stutensee-Friedrichstal am 5. August 2012

Else Gorenflo

 

„Vertriebene"

D' Friedrichstaler hen die Fremme

ofangs hälinge gmunstert,

kritisch beäugt

un em Stille gekuschtert.

Vertriebene wares

wie selwer vor Zeite,

heimatlos, hilflos, ausgsetzt zu leide.

Dann hen se gstaunt, über die ''Neue'':

Die kenne jo schaffe,

kenne Häuser baue,

zammehalte, durchhalte,

dene kann mer vertraue.

Dess sin jo Leit wie mir a,

mir kann mit ne schwätze,

sich oweds em Hof emol zammsetze.

Ball schon hen die erste eme Gsangveroi gesunge,

sich eigegliedert ganz ugezwunge.

Sie hen Paprika em Garde gebaut,

sich en de Not enanner overtraut.

So isch neu wider Heimat entstanne.

Die Konfessione – zuerst noch befange -

sin uffenanner zu, hen sich entdeckt,

hen ausgeräumt was gstört hod un verschreckt.

 

Zwei Kirchtürm seither zum Himmel weise,

Zeichen, den großen Schöpfer preise.

In seiner Hand die Zukunft em Blick.

Zu 50 Jahre Gottes Sege!

Un recht viel Glück!